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CHRONIK

Alles begann im Jahr 1951. Im Gasthof Bäcker in Soest fand eine Versammlung der Pauli-Hofe statt. Diese war damals noch im Allgemeinen Bürgerschützenverein aktiv. Der Tambourmajor des Verbandes Deutscher Soldaten, Rudi Trump, machte an diesem Abend den Anwesenden den Vorschlag, einen Spielmannszug zu gründen. Da die Pauli-Hofe zu diesem Zeitpunkt einen starken Jungschützenzug besaß, fiel es Rudi Trump nicht schwer, die Mitglieder des Jungschützenzuges für diese Idee zu begeistern. Nach einer kurzen Diskussion wurde der Vorschlag von der Versammlung einstimmig angenommen.

Schon im Oktober des gleichen Jahres fanden die ersten Übungsabende statt. Man traf sich in der Backstube des Bäckermeisters Caspar Dornschneider. Statt auf Trommeln wurden die ersten Märsche auf provisorischen Tischen eingeübt. Durch Spenden der Geschäftsleute aus der Pauli-Hofe, so unter anderem Emil Dahlmann, Fritz Becker, Franz Bürger, Caspar Dornschneider und Emil Bentrup konnten nach und nach Instrumente und Uniformen angeschafft werden.

Die ersten aktiven Mitglieder des neuen „Tambourkorps des Allgemeinen Bürgerschützenvereins“ waren Rudi Trump, Helmut Hoffmann, Rudi Weber, Karl Fischer, Jupp Schröder, Willi Bohne, Willi Schwarze, Günter Ritter, Helmut Schindler, Wilfried Menne, Helmut Menne, Günter Dornschneider, Günter Kersting, Ernst Sieren, Herbert Treziak, Heinz Treziak, sowie Heinz Gesselke. Von den Gründungsmitgliedern lebt heute noch Günter Ritter.

Das erste Schützenfest, bei dem das neue Tambourkorps auftrat, war das des "Allgemeinen Bürgerschützen-Vereins zu Soest" am 07. und 08. Juni 1952.

Das Korps machte sehr schnell von sich reden. Man fuhr zu Wettstreiten und Freundschaftstreffen und kehrte hoch dekoriert zurück, so verzeichnete der Chronist seinerzeit.

Im Oktober 1953 errang das Tambourkorps auch über die Grenzen der Stadt Soest hinaus erstmals große Aufmerksamkeit: In der alten Hansestadt Osnabrück errangen die Musiker den Titel des „Niedersachsenmeisters für Spielmannszüge“. Bei dieser Veranstaltung wurde Rudi Trump als bester Stabführer der Veranstaltung ausgezeichnet.

Ein Jahr später, im Mai 1954, beteiligte sich das Tambourkorps an einem Internationalen Treffen der Spielmannszüge in Nordhorn und errang dort den Titel des „Emslandmeisters“.

Weitere vier Jahre später, 1958, stellte das Tambourkorps einen Antrag an den Schützenverein „Große Westhofe“ Soest mit der Bitte um Aufnahme von 12 Spielleuten als Mitglied im Schützenverein. Es waren damals Helmut Menne, Wilfried Menne, Wilhelm Schwarze, Heinz Hadasch, Günter Nawatzki, Günter Kersting, Siegfried Breitkopf, Günter Dornschneider, Heinz Brinkmann, Günter Ritter, Klaus Henneböhle und Werner Watermann. Durch die Aufnahme in den Schützenverein „Große Westhofe“ wurde aus dem „Tambourkorps des Allgemeinen Bürgerschützenvereins“ der Spielmannszug „Große Westhofe“ Soest.

Helmut Menne übernahm als Stabführer die Leitung des Spielmannszuges. Ihm folgte 1976 Siegfried Breitkopf, der dieses Amt bis zu seinem Tode im Jahre 1996 ausübte. Sein Stellvertreter war Helmut Schindler. Seit 1996 stand der Spielmannszug unter der Leitung von Frank Hatkemper, der mittlerweile Ehren-Tambourmajor ist.

Im August 2001 kam es infolge von Uneinigkeiten zum Bruch mit dem Schützenverein „Große Westhofe“ Soest. Daraus folgte unter anderem, dass die Räumlichkeiten für die Durchführung der Übungsabende nicht mehr zur Verfügung standen. Es folgten Verhandlungen mit dem Schützenverein "Einigkeit" im Soester Norden, um neue Übungsräume zu finden. Im Zuge dieser Verhandlungen mit dem Schützenverein „Einigkeit Soest“ kam man überein eine Namensänderung zu vollziehen. So sollte der Spielmannszug „Große Westhofe“ Soest zukünftig Spielmannszug Einigkeit Soest e. V. heißen.

Bei einer Mitgliederversammlung am 28. September 2001 sprachen sich die derzeitigen aktiven Mitglieder einstimmig für die Namensänderung aus. Seitdem nennen die Spielleute das neue Vereinsheim des Schützenverein Einigkeit Ihr Zuhause.

Am selben Abend erklärte Vorsitzender Peter Jödicke aus beruflichen Gründen seinen Rücktritt, so dass die Wahl eines neues ersten Vorsitzenden nötig wurde. Dirk Schulte trat die Nachfolge an. Peter Jödicke wurde aufgrund seiner Verdienste um den Verein zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Am 06.01.2007 übernahm Rolf Schwennecker nach einstimmiger Wahl das Amt des Vorsitzenden von Dirk Schulte.

Die Jahreshauptversammlung am 10.1.2009 hat Michael Vornweg das Amt des Vorsitzenden übertragen, nachdem Rolf Schwennecker aus beruflichen Gründen zurückgetreten war, dem Spielmannszug aber weiterhin seine Mithilfe zugesagt hatte.

Michael Vornweg verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit schon ein Jahr später. Rolf Schwennecker kehrte bei der Jahreshauptversammlung 2010 als Vorsitzender an die Spitze des Spielmannszuges zurück und übernahm ebenfalls die Stabführung. Stellvertretender Stabführer wurde Nachwuchs-Musiker Dominik Hoszek.

Letzte Überarbeitung: 12. Mai 2010 · brü.
Wir freuen uns über jede Anregung, Ergänzung und über jeden Korrekturvorschlag. Laufend gesucht wird Bild- und Textmaterial zu Aktivitäten des Spielmannszuges, auch zum Abfotografieren und Nachbearbeiten. Kontakt und Terminabsprache bitte über die auf diesen Seiten angegebenen Mailadressen der Vorstandsmitglieder. Vielen Dank.

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